VOLLWANDABSCHNITTE
Im Programm StatiCAD-Yigma ist es normgerecht, Wände entlang der Achse als ein einziges Element zu zeichnen, ohne sie an Raumkreuzungen zu unterteilen, und die Wand beim Einzeichnen von Türen und Fenstern ausschließlich an Türen und Fenstern – nicht an Raumkreuzungen – zu unterteilen.
ERLÄUTERUNG:
Tdy 2007 5.3.3. Berechnung der Schubspannung
Die Berechnung der Schubspannungen, die durch die Erdbebenbemessungslast parallel zu den horizontalen Fugen der Wände entstehen, wird wie in diesem Abschnitt beschrieben durchgeführt.
5.3.3.1 – Die relative Schubsteifigkeit der Vollwandabschnitte, die bei jedem Wandachse eines Mauerwerksgebäudes zwischen Tür- oder Fensteröffnungen liegen, wird aus dem Ausdruck kA/h berechnet.
Dabei ist A der horizontale Querschnittsbereich des Vollwandabschnitts und h die kleinste der Höhen der Öffnungen auf beiden Seiten des Vollwandabschnitts. Bei einem rechteckigen Wandquerschnitt wird k = 1,0 angesetzt; falls die Wand Randelemente besitzt oder an ihrer Stirnseite eine senkrecht zur Wandrichtung verlaufende Laibung oder Stützwand vorhanden ist, wird k = 1,2 angesetzt."
Was aus diesem Satz zu entnehmen ist:
1- Der Vollwandabschnitt für die Schubberechnung ist definiert als der Wandabschnitt, der zwischen zwei Türen, zwei Fenstern oder einer Tür und einem Fenster liegt. Das heißt, Wände dürfen nicht an Raumkreuzungen unterteilt werden.
Die Wanddefinition der Norm ist in den folgenden Abbildungen und in Arbeiten aus der Fachliteratur dargestellt.


Auch in den Musterberechnungen der Ministeriumsschulungen zur Stadterneuerung, in den Büchern von Zekai Celep sowie in den vom Ministerium veröffentlichten Lösungsbeispielen wurden die Wände jeweils als Ganzes zwischen Türen und Fenstern betrachtet.
Da in unserem Programm keine Achsen- und Knotenabhängigkeit zwischen den Geschossen besteht, können Wände entsprechend der Normdefinition erstellt und berücksichtigt werden. Selbst wenn Wände segmentiert gezeichnet wurden, können sie so zusammengeführt werden, dass sie zwischen Türen und Fenstern als ein einziges Element vorliegen (durch Anwendung des Befehls „Wand zusammenführen").

Abbildung: Mauerwerk-Unterrichtsmaterialien der vom Ministerium veröffentlichten Schulungsunterlagen zur Stadterneuerung
Die obige Abbildung zeigt auch, wie die Wände bei der Berechnung unterteilt werden müssen.
Hinweis: Die vorstehenden Erläuterungen dienen dazu, die Modellierung entsprechend der Norm und der Fachliteratur zu ermöglichen. Das Programm analysiert das Gebäude so, wie es modelliert wurde. Wird das Gebäude nicht wie in den obigen Abschnitten beschrieben modelliert und stattdessen die Berechnung mit an Raumecken unterteilten Wänden durchgeführt, kann das Programm die Berechnung gemäß den Anforderungen dieser alternativen Annahme ebenfalls erfolgreich abschließen. Das Programm kann also beide Varianten berechnen.