Erläuterung der Unterschiede in den Leistungsergebnissen zwischen den Versionen
BEITRAG TRAGFÄHIGKEITSUNZUREICHENDER WÄNDE ZUR GESCHOSSQUERKRAFT
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In StatiCAD-Yigma VERSION 3 werden Erdbebenkräfte in X- und Y-Richtung angewendet. Der Absolutwert der durch Torsion auf die Wände wirkenden zusätzlichen Querkräfte wird ermittelt. Die Summe dieser Kräfte wird zur Geschossquerkraft addiert, woraus die torsionsbehaftete Geschossquerkraft resultiert. Die berechnete torsionsbehaftete Geschossquerkraft wird im Leistungsbericht unter dem Namen Qtbi ausgewiesen. Für jedes Geschoss wird der Anteil der Querkräfte tragfähigkeitsunzureichender Wände in X- oder Y-Richtung durch den Wert Qtbi dividiert, um die Schadensquoten zu bestimmen. Überschreitet die Schadensquote in einem beliebigen Geschoss und in einer beliebigen Richtung 50 %, wird das Gebäude als gefährdet eingestuft.
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In StatiCAD-Yigma VERSION 4.0.0.0 bis Version 4.0.9.5 wurde als Grundlage das Buch „Deprem Bölgelerinde Yapılacak Binalar Hakkında Yönetmelik Açıklamalar ve Örnekler Kitabı" (Erläuterungen und Beispiele zur Vorschrift für Gebäude in Erdbebengebieten), Seite 617, Beispiel 20, von Prof. Dr. Zekai Celep, herausgegeben vom Ministerium für öffentliche Arbeiten und Siedlungswesen, verwendet. Das betreffende Beispiel ist unter http://www.ipkb.gov.tr/ismep/Orneklerkitabi/BolumII/BolumII\_D\_Ornek20\_ZekaiCelep.pdf oder durch Klicken hier abrufbar. Im genannten Beispiel werden Erdbebenkräfte in den Richtungen (+X), (-X), (+Y) und (-Y) angewendet. Die durch Torsion auf die Wände wirkenden zusätzlichen Querkräfte werden berechnet. Die aus der Torsion resultierenden zusätzlichen Querkräfte werden mit positiven und negativen Vorzeichen entsprechend dem Beispiel auf die Wände aufgebracht.
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In StatiCAD-Yigma Version 4.1.2.0 und späteren Versionen (bis zur aktuellen Version) wurde der Berechnungsalgorithmus auf Empfehlung von Prof. Dr. Ahmet YAKUT, vermittelt durch das Ministerium für Umwelt und Stadtentwicklung, geändert. Die Empfehlung lautet, dass Wände auf der dem Steifigkeitsmittelpunkt nahen Seite zu schützen sind, und der Lösungsansatz orientiert sich an dem unter http://webdosya.csb.gov.tr/csb/dokumanlar/altyapi0009.pdf bereitgestellten Dokument.
Die auf die Wände einwirkende zusätzliche Querkraft hat in der betreffenden Richtung bei einigen Wänden ein positives Vorzeichen, bei anderen ein negatives Vorzeichen. Werden beispielsweise die durch Torsion in der +X-Richtung entstehenden zusätzlichen Querkräfte summiert, ergibt die Gesamtsumme null. In den anderen Richtungen heben die positiven und negativen Werte einander entsprechend auf. Dieser Sachverhalt ist aus der Tabelle der Wandquerkräfte ersichtlich. Demnach gilt in den VERSION-4-Berechnungen: Qtbi = Qi. Wird bei der richtungsabhängigen Berechnung in einer Erdbebenrichtung die Kapazität einer Wand überschritten, so wird diese Wand als tragfähigkeitsunzureichend eingestuft (da Erdbeben umkehrbare Einwirkungen haben und eine durch Richtungswechsel des Erdbebens beschädigte Wand nicht als unbeschädigt betrachtet werden kann). Der Ve-Wert dieser Wand in der betreffenden Richtung wird in die Summe der unzureichenden Ve-Werte einbezogen. Die unzureichenden Ve-Werte werden für jedes Geschoss und jede Richtung separat berechnet und durch die Geschossquerkraft des jeweiligen Geschosses dividiert. Ab Version 4.1.2.0 ändert sich der aus der Torsion resultierende Querkraftwert in den ±Erdbeben-Richtungen nur noch beim Neuentwurf. Der Grund hierfür liegt darin, dass beim Neuentwurf der Einfluss der zusätzlichen Ausmitte berücksichtigt wird, während er bei der Untersuchung bestehender Gebäude gemäß Kapitel 7 der Erdbebennorm nicht berücksichtigt wird.
Überschreitet die Schadensquote in einem der Geschosse in irgendeiner Richtung 50 %, wird das Gebäude als gefährdet eingestuft.
Mit freundlichen Grüßen
ÖZDEMİR YAZILIM