Behebung von Unzulänglichkeiten bei Holzelementen
1- Verbesserung der Holzqualität
2- Korrekte Auswahl der Zusatzlasten bei Decken
Das Programm berücksichtigt die Eigenlasten von Holzbalken und Holzdecken automatisch. Es ist in den meisten Fällen nicht erforderlich, für Holzdecken eine Auflastung durch Keramik, Estrich o. Ä. anzugeben. Wird die Nutzlast deutlich über den erforderlichen Wert hinaus angesetzt, können sich die Unzulänglichkeiten erhöhen.
3- Möglichst keine schweren Lasten (z. B. Mauerwerk) auf Holzbalken aufbringen bzw. ausführen
4- Da Holzbalken in Mauerwerksgebäuden auch an der Übertragung von Erdbebenlasten beteiligt sind und Lasten zwischen schweren Gebäudeelementen weitergeben, werden sie wesentlich stärker beansprucht als Balken in reinen Holzgebäuden. Aus diesen Gründen sowie aufgrund der Anforderungen der Norm (TBDY2018 Abschn. 11.3.7) — bei historischen Bauwerken möglichst, bei neu zu errichtenden Mauerwerksgebäuden zwingend — sollte in Mauerwerksgebäuden ein Stahlbeton-Deckensystem verwendet werden.
5- Bei Bedarf reduziert ein Gelenk die Auflagermomente und erhöht die Feldmomente. Ein an einem Kragbalken am verbundenen/aufgelagerten Ende definiertes Gelenk kann die Finite-Elemente-Lösung des Systems beeinträchtigen. Wenn ein Gelenk definiert werden soll, muss es an Elementen mit beidseitiger Verbindung/Auflagerung vorgenommen werden.
6- Wenn die Kontrolle der Druckspannung senkrecht zur Faserrichtung bei einem unzulänglichen Element nicht erfüllt ist, kann in den Balkeneinstellungen die Auflagerlänge des Balkens auf der Wand oder die Länge des Auflagerteils (unter der Voraussetzung, dass dies auch in der Ausführung umgesetzt wird) vergrößert werden.
7- Wird die Grenzzustandsbedingung unter Biegewirkung nicht erfüllt, kann die Querschnittshöhe und — als zweite Wahl — die Querschnittsbreite des Querschnitts vergrößert werden.
8- Der Feuchtigkeitszustand ist im Programm standardmäßig (sofern die Einstellung nicht geändert wird) auf „hoch" gesetzt. Ist der Feuchtigkeitszustand am Bauort nicht hoch, kann er auf „gering" oder „mittel" geändert werden.
9- Liegt eine Knick-Unzulänglichkeit vor, können durch Einlegen von Zwischenverbänden (Riegel) die Elementeigenschaften so angepasst werden, dass die Option „Angegebenen Wert für die seitliche Knicklänge verwenden" aktiviert und ein geeigneter Wert (Abstand der Zwischenverbände) in das entsprechende Feld eingetragen wird. Alternativ kann durch Vergrößerung der Querschnittsabmessung in der maßgebenden Richtung das Schlankheitsverhältnis reduziert werden.
10- Liegt eine Unzulänglichkeit infolge Torsionsmomentenwirkung vor, können Projektänderungen zur Verringerung bzw. Beseitigung der Torsion vorgenommen oder der Elementquerschnitt vergrößert werden.